Lernort Küche und am Esstisch

Zubereitung von Lebensmitteln sind ebenfalls wichtige Bildungsthemen, die wir in der Kindertagespflege umsetzen.

Lebensmittel, ihre Zubereitung und die Einnahme gemeinsamer Mahlzeiten sind bedeutsame Lernfelder im pädagogischen Alltag und spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der sozialen, sprachlichen und feinmotorischen Bildung unserer Kinder.

Denn kaum woanders können Kinder so früh und so vielfältige Erfahrungen ganz nebenbei machen, wie im „Lernort Küche“ und am Esstisch.

Und: Nicht selten wird in Kindertagespflegestellen selbst gekocht! So auch bei uns !

Grenzsteine der Entwicklung

Spracherwerb

  • Mama und Papa sagen (15 Monaten)
  • 3-5 Wortsätze (36 Monaten)

Körpermotorik
Die Gesamtheit von gleichförmigen, regelmäßigen Bewegungsabläufen des Körpers

  • das Drehen von Bauchlage in Rückenlage (12 Monate)
  • freies Gehen (18 Monate)

Handmotorik / Fingermotorik

  • Übernahme von kleinen Gegenständen von einer Hand in die andere (6 Monate)
  • bewusste Verwendung des Zeigefingers (18 Monate)

Unser Grundsatz: Kinder sollen Kinder sein dürfen!

Kindernest und Eltern im Zusammenspiel

Als Tagespflegeperson können wir  die Zusammenarbeit mit den Eltern wie folgt unterstützen:

  • auf Signale des Kindes achten
  • spielerisch erklären (z.B.mit Bücher)
  • Benennung der Handlung (z.B.Hände waschen)
  • geduldig sein
  • auf einfache Kleidung achten (muss leicht an- und ausziehbar sein)
  • loben und nicht bestrafen bei Fehlschlägen
  • wenn es soweit ist: windelfreie Zeiten schaffen

Hygiene und Sicherheit

Richtig eingesetzte Hygienemaßnahmen helfen die Gesundheit langfristig zu schützen. Eine gründliche und regelmäßige Reinigung häufig benutzter Flächen sowie aller Fußböden ist Voraussetzung für einen guten Hygienestandard.

Spielzeuge für Säuglinge und Krabbelkinder werden täglich gereinigt. Es wird grundsätzlich alles feucht gereinigt. Die Reinigungsutensilien werden nach Gebrauch gesäubert. Lappen und Geschirrtücher werden regelmäßig gewechselt.

Bei der persönlichen Hygiene wird darauf geachtet, das Wunden abgedeckt sind, die Hände nach dem Toilettengang sowie nach verschiedenen Arbeitsgängen grundsätzlich mit Seife gewaschen werden.
Ferner wird auf saubere Kleidung geachtet und nicht auf Lebensmittel gehustet oder genießt.
Die Reinigungsgeräte und Mittel werden im verschlossenen HWR aufbewahrt.

Sauberkeit im Umgang mit den Kindern ist mir sehr wichtig.
Jedes Kind verfügt über seinen eigenen Latz, seine eigene Serviette beim Essen, seinen eigenen Waschlappen und sein eigenes Handtuch.

Unser Haus ist mit mehreren Rauchmeldern ausgestattet und die Steckdosen entsprechend gesichert.

 

Kindertagespflege in Baden-Baden ist in zwei Formen möglich:

Kindertagespflege im Haushalt der Tagesmutter
Das Kind wird im Haushalt der Tagesmutter betreut. Dabei können, je nach Größe des Haushaltes bis zu fünf Kinder unterschiedlichen Alters betreut werden. Durch den städtischen Dienst für Kindertagespflege wird sichergestellt, dass die Räumlichkeiten der Tagespflegeperson kindgerecht gestaltet sind.

Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen
Die Betreuung kann auch in einer Kleingruppe in anderen geeigneten Räumen erfolgen. Z.B. das Angebot vom

  • „Kindernest Waldsee“ in der Waldseestraße 30 gelbes Haus  (Innenstadt)

Weitere Informationen zu den Formen der Kindertagespflege erhalten Sie bei den Ansprechpartnerinnen der Kindertagespflege.

Weitere Infos im Flyer:
externer Link (Zuletzt abgerufen am 27.02.2017)

Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen

Kindertagespflege ist eine gleichwertige Alternative und flexible Ergänzung zur Betreuung in einer Kindertageseinrichtung. Sie bietet optimale Förderung bei gleichzeitig bestehenden sozialen Kontakten zu anderen Kindern!

Die Betreuung kann auch in anderen geeigneten Räumen erfolgen. Hier finden sie krippenähnliche Strukturen. Bereits bestehende Projekte der Kindertagespflege in anderen Räumen sind in Baden-Baden beispielsweise „Kindernest Waldsee“ in der Waldseestraße.

 

Weitere Infos/ Flyer der Stadt Baden-Baden:
externer Link (zuletzt abgerufen 20.02.2017)

Kaffee oder Tee – SWR Fernsehreihe berichtet über das Kindernest

02.April 2013 – SWR Fernesehen

Daheim im Südwesten – Damals und heute, Tagesmütter – Tageseltern, mit Renate und Michael Hauk aus Baden-Baden

Vor fünf Jahren, legte die damalige Regierung fest, dass ab August 2013 jedes Kind unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder Kinderkrippe haben solle. Noch vier Monate sind es bis dahin und die Städte und Gemeinden sind weit davon entfernt, diesen Anspruch erfüllen zu können. Die Rede ist von rund 200.000 Plätzen, die voraussichtlich deutschlandweit fehlen werden.
Wir haben heute ein Ehepaar eingeladen, das sich zu einem Zeitpunkt, an dem so manch anderer wohl eher die wohlverdienten ruhigen Rentenjahre im Blick hat, dazu entschloss, noch einmal etwas ganz Neues zu wagen. Renate und Michael Hauk wurden Tageseltern.

externer Link
(Zuletzt abgerufen am 20.02.2017)

Das Berliner Eingewöhnungsmodell

Das Berliner Modell ist ein Konzept, das die elternbegleitete Eingewöhnung in den Kindergartenalltag unterstützt. In verschiedenen Phasen und mit Unterstützung einer Bezugsperson werden die Kinder dabei mit der neuen Umgebung und den Tageseltern vertraut gemacht.

 

Theorie
Das Berliner Eingewöhnungsmodell nach infans (Laewen, Andres & Hedevari 2003) stützt sich auf die Bindungstheorie von John Bowlby. Die Grundlage des Modells ist die Beachtung der Bindung des Kindes an seine Mutter und der unterschiedlichen Bindungsqualitäten. In der Regel werden mit der Anwendung des Berliner Eingewöhnungsmodells ein bis ca. drei Wochen für die Eingewöhnung eines Kindes benötigt.